Normalität
motivation be optimistic

Wir laufen mit Scheuklappen durch die Welt
sehen nur, was wir sehen wollen und blenden alles andere aus.
Dabei lassen wir uns so leicht täuschen. Wir lassen es zu, dass andere unseren Fokus auf etwas richten, was sie uns glauben lassen wollen und fangen allmählich an, dies zu unserer Realität werden zu lassen. Anfängliche Zweifel verleiten uns dazu, nach Beweisen oder Gegenbeweisen zu suchen, um den Fakt zu validieren. Und das witzige ist – sobald wir danach suchen – unseren Fokus darauf richten – finden wir auch genau das, was wir finden wollen. Nun liegt es also an uns – an unserer inneren Verfassung, daran, was wir glauben wollen, welche Ergebnisse/Beweise wir dann letztendlich finden.

Wir sind in der Lage, uns alles schön zu reden und uns alles schlecht zu reden. Was von beidem wir tun, hängt davon ab, was wir glauben wollen oder was wir denken, was unser Umfeld anerkennen würde. Also belügen wir uns jeden Tag auf´s Neue. Wir finden Argumente, die unser Wunschdenken bekräftigen. Achten auf Kleinigkeiten, die wir dem Gegenwind entgegen pusten können.

Was veranlasst uns aber, an bestimmten Dingen zu zweifeln oder eben Gegenargumente zu anderen Sichtweisen und Vorschlägen finden zu wollen? 
Oftmals ist es unsere Gewohnheit. Wir denken, dass das, was wir gelernt haben und seit gefühlt Ewigkeiten so praktizieren, richtig sein muss. Oder wir haben Angst davor, etwas verändern zu müssen. Raus aus der Komfortzone ist eben anstrengend. Da müssten wir uns ja mit der Thematik auseinandersetzen oder uns gar umstellen. Oder viel schlimmer noch – erst einmal zugeben, dass unsere Sicht- und Verhaltensweisen bisher vielleicht nicht ganz so optimal waren. Dabei haben wir meistens doch innerlich ein Gefühl dafür, was wirklich richtig wäre. Unser Instinkt und unser gesunder Menschenverstand funktioniert – wir ignorieren ihn nur oft. Warum? Weil andere Dinge „normal“ sind. Weil unsere Gesellschaft zum Großteil anders handelt. Weil „normal“ eben oftmals einfacher erscheint, weil alle es so machen.

Normal – was heißt eigentlich normal?
Als „normal“ stufen wir Dinge und Verhaltensweisen ein, die von der großen Masse anerkannt / hingenommen / gelebt werden.
Es müssen also im Grunde genommen nur genügend Menschen mitmachen, damit etwas „normal“ wird.
So sehen wir durchaus auch regionale und kulturelle Unterschiede. Was auf dem Dorf „normal“ ist, wäre in der Großstadt undenkbar und anders herum.
Wie kommt es, dass manche Dinge im Laufe der Zeit „normal“ werden und andere, die einmal „normal“ waren, nicht mehr als solches gelten?

Die Gesellschaft ist ständig im Wandel. Es braucht lediglich mutige Menschen, die aus der Reihe tanzen und sich trauen, es anders zu machen.
Menschen, die mit ihrer Begeisterung und ihrer Persönlichkeit andere inspirieren und mitreißen. Die Nachahmer finden, die genau diesen Weg auch gehen wollen.
Und plötzlich entsteht wie aus dem Nichts ein Sog, der viele mitreißt und plötzlich – wird es „normal“ – eben wenn alle es tun.

Was wir dafür brauchen?
Ein wenig Geduld.
Geduld, bis die Masse es verstanden und sich freiwillig umgewöhnt hat. Bis genügend Menschen den Mut gefasst und ihre Gewohnheiten erfolgreich umgestellt haben. 
Das braucht Zeit. Und kontinuierliches Vorleben.
Das braucht Leidenschaft. Und Durchhaltevermögen.
Und das bringen wir immer dann auf, wenn es uns wichtig genug ist.
Wenn die Vision, die wir haben, so wertvoll ist, dass sich die Investition lohnt.