Mal ein etwas längerer Text mit ein paar Gedanken zur aktuellen Lage der Corona/Covid-19-Pandemie.
Stand: 18.03.2020

Das können wir nicht einmal von unseren Experten verlangen. Die größte Expertise in einem Bereich ist wertvoll, bringt uns allein aber nicht sehr weit, wenn gerade auch Generalisten gefragt sind. Menschen und Möglichkeiten, die das ganze Ausmaß der Thematik betrachten und abwägen, welche Maßnahmen den geringsten Schaden anrichten. Wir befinden uns in einer Situation, in der wir alle ein wenig überfragt sind. Das macht vielen Angst. Und ich glaube, dass genau das unser eigentliches Problem ist – die Angst. 

Die Situation ist etwas aus dem Ruder gelaufen und daher mittlerweile äußerst komplex. Es geht nicht mehr nur um den Schutz der Gesundheit, sondern zunehmend um existenzielle Fragen, um die Weltwirtschaft und um fundamentale Grundsatzentscheidungen, die unsere künftige Lebensqualität weltweit beeinflussen. So scheint es zumindest. Aber wie dramatisch ist es tatsächlich?

Wir alle haben – gerade jetzt – vor irgendetwas Angst. Manche wissen einfach nicht, was sie glauben sollen, bei anderen kommen Existenzängste hinzu, bei manch einem die Angst vor dem tödlichen Ausgang einer Infektion oder auch die Angst davor, jemanden aus Versehen anzustecken und sich dafür verantwortlich zu fühlen, das dieser Mensch nun einen Kampf um seine Gesundheit austragen muss.

Für mich persönlich ist es nicht das Virus, das die wahre Bedrohung darstellt, sondern viel mehr die Hysterie die sich gerade breit macht. Ganz egal, wie gefährlich oder harmlos das Virus tatsächlich sein mag. Denn gerade an dieser Stelle scheiden sich ja die Geister. Wie groß ist die Bedrohung tatsächlich und welches Ausmaß kann die Pandemie annehmen?
Eine Frage, auf die niemand eine gesicherte Antwort hat.

Jeder einzelne hat gerade Angst – sei es vor der Krankheit, vor der Weitergabe des Virus an einen geliebten Menschen, vor der wirtschaftlichen Krise, davor, sich/ seine Mitarbeiter/ seine Familie nicht gut versorgen zu können, vor den Auswirkungen der Krise, vor dem, was verschiedene Verschwörungstheorien prophezeien, vor dem Verfall zwischenmenschlicher Werte und Vertrauensverlust, …. Vor so vielen Dingen. Wir alle bilden uns gerade unsere Meinung und versuchen, uns gegenseitig zu beeinflussen oder zu überzeugen, weil wir schnellstmöglich aus dieser Krise raus wollen – zurück in die Normalität. Das jedoch scheint dazu beizutragen, dass es noch dramatischer wird, da die Angst zu- statt abnimmt.

was da wirklich dran ist und was gefährliches Halbwissen oder eben Gerüchte sind. Welchen Statistiken können wir wirklich Glauben schenken und wie gehe ich generell mit statistischen Werten um? Wie sind diese zu interpretieren? (An dieser Stelle sehen wir, dass es sich manchmal doch lohnt, in der Schule aufgepasst zu haben bei Themen, von denen man glaubte, sie im wahren Leben nie zu benötigen 😉 – aber Spaß beiseite)

Einige Aspekte und Gedanken dazu möchte ich hier mit euch teilen. Von verschiedenen Einschätzungen zum Krankheitsbild über verschiedenste Ängste und Herausforderungen, denen sich viele von uns jetzt stellen müssen, bis hin zu Verschwörungstheorien, die sich möglicher Ursachen dieser Hysterie und Entwicklung widmen.

Wo kommt das her? Warum wird es so dramatisiert? Wer steckt dahinter? Wovon sollen wir abgelenkt werden? Was wird passieren? Wie sehr bin ich selbst gefährdet? Wie angreifbar sind wir in dieser Situation? Wem kann man vertrauen? Wie soll ich mich verhalten?

Fragen über Fragen, die uns in diesen Tagen beschäftigen.

Ja, es ist ansteckend und kann bei dem ein oder anderen zum Ausbruch kommen / zu Symptomen führen. Genau wie andere Viren kann auch dieses Virus einen schweren Krankheitsverlauf bei bestimmten Personengruppen nach sich ziehen, der unter Umständen einen tödlichen Verlauf annehmen kann. Und ja, die Zahlen der Erkrankten steigen von Tag zu Tag. Ohne das relativieren zu wollen, sei an dieser Stelle angemerkt, dass es sich bei der Zahl der Neuerkrankungen um eine absolute Zahl handelt, die nur steigen, nicht fallen kann. Von Interesse ist also eher, wie stark die Zahlen steigen und wie sie im Vergleich zu anderen gesundheitlichen Bedrohungen einzustufen sind. Hierzu gibt es verschiedenste Statistiken, die ich in an dieser Stelle nicht heranziehen möchte, da es nicht meine Absicht ist, hier in irgendeiner Weise Behauptungen aufzustellen, welchen Quellen man trauen kann und welche Statistiken „richtig“ oder „falsch“ sind – frei nach dem Motto „Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast“, nehme ich hier also Abstand von der Bewertung der Zahlen. Meine Intention ist nicht, für dich zu entscheiden, was du glauben sollst, sondern lediglich zum Selbstdenken zu animieren und einige aus meiner Sicht zielführende Ansätze in Ruhe zu betrachten. Fakt ist, dass momentan Krankenhäuser und Praxen mehr als ausgelastet sind und dringend unsere Unterstützung benötigen, um die Situation zu entzerren!
Ich selbst nehme die „Zahlen, Daten und Fakten“ aus Statistiken etc. stets lediglich zur Kenntnis und vertraue dennoch auf mein Gefühl dafür, was für mich relevant und wahrscheinlich erscheint. So wie eine Unfallstatistik mich nicht davon abhält, mich in ein Auto zu setzen, so lässt mich eine VirenStatistik auch nicht an meinem Immunsystem zweifeln. Dennoch sorgt die Anwesenheit des Virus dafür, dass ich geschwächte Personen nicht unnötig gefährde – das trifft jedoch bei einer gewöhnlichen InfektionsWelle ebenso zu. Auch hier sind Jahr für Jahr in Pflegeheimen beispielsweise schwerwiegende grippale Infekte, Lungenentzündungen und Co. im Umlauf, die einige Todesfälle nach sich ziehen. Daher sollten wir aus meiner Sicht generell verantwortungsvoll handeln, wenn sich Infektionen jeglicher Art ihren Weg bahnen.

Vor dem eigenen Tod, oder – oft noch viel schlimmer – vor dem Verlust eines geliebten Menschen. Diese Angst begleitet uns tagtäglich in irgendeiner Weise. Oft unbemerkt, ist sie dennoch stets da. In der Regel ist sie uns nicht sehr bewusst, da wir im Grunde wissen, dass es im normalen Alltag keinen besonderen Grund zur Sorge gibt. Nun wird die Thematik „eine möglicherweise tödlich verlaufende Krankheit ist im Umlauf“ jedoch enorm diskutiert und nie dagewesene Schutzmaßnahmen ergriffen, die zusätzlich Besorgnis erregen. „Wenn solche Vorkehrungen getroffen werden, scheint es ja sehr dramatisch zu sein“, denkt es in vielen Köpfen. Doch vergessen wir dabei gern, dass diese Maßnahmen ebenfalls von Menschen getroffen werden, die wenig Ahnung und viel Angst haben. Unsere Entscheider sind nunmal auch keine Ärzte oder sonstige Experten für Viren und können somit die Bedrohung auch nicht realistischer einschätzen, als viele andere. Sie sind ebenso auf die Meinung von medizinischen Beratern angewiesen, wie alle anderen auch. Selbst in diesen Kreisen polarisiert das Thema ja gerade sehr. Hier möchte ich nur kurz zu Bedenken geben, dass die stetig steigenden Zahlen auch damit zusammenhängen, dass sich gerade sehr viele Menschen testen lassen. Das wiederum führt zu einem enormen Auflaufen in medizinischen Einrichtungen, die ja wie erwähnt gerade mehr als ausgelastet sind. Ich stelle mal die Behauptung in den Raum, dass es beispielsweise auch wesentlich mehr Influenza- oder HIV- Infektionen gibt, als bekannt sind, sie jedoch in den meisten Fällen unbemerkt und damit auch unerkannt/diagnosefrei bleiben. Wie es bei Corona-Infektionen vermutlich auch der Fall wäre, wenn wir uns nicht gerade so sehr auf das Thema stürzen und rege testen würden. Ich bin mir nicht sicher, ob es wirklich irgendeinen Menschen auf dieser Welt gibt, der tatsächlich absolut realistisch einschätzen kann, wie gefährlich dieses Virus werden kann. Fakt ist jedoch, dass bisher alle Quellen (die mir bisher bekannt sind), sich einig sind, dass die ausgebrochene Erkrankung in mindestens 80% der Fälle harmlos verläuft. Was nichts daran ändert, dass die übrigen, schweren Fälle, derzeit eine Überflutung der Krankenhäuser hervorrufen. Alles, was wir gerade anstellen sind Vermutungen, was die Zukunft bringen könnte. Hier lässt sich generell – bei jeder Thematik – nur in Konjunktiven sprechen. Können wir aufgrund der Quote gut verlaufender Krankheitsfälle sagen, dass es alles halb so wild ist? Dass wir die bis zu 20% Sterberate so hinnehmen? Schwierig. Aber das ist glaube ich auch wieder ein Grundsatzthema für sich, welches viele Bereiche betrifft – verschiedenste Krankheiten, Viren, Tumore, Seuchen, Verkehrsunfälle, Selbstmord, Umweltkrisen, Kriege, Hunger… Können wir generell bestimmte Themen auf die leichte Schulter und es hinnehmen, dass Unschuldige sterben? Können wir aus rein egoistischem Denken heraus in Kauf nehmen, dass Menschen, Tiere, unsere Umwelt,… unnötigen Gefahren ausgesetzt werden?
Hier sind wir alle gefragt! Jeder Einzelne von uns kann gerade positiv dazu beitragen, dass sich dieses Virus eben nicht so schnell ausbreiten kann. Jeder Einzelne von uns kann übrigens auch jederzeit dazu beitragen, dass weniger Unfälle geschehen und weniger anderweitige Bedrohungen, wie oben erwähnt, gefördert werden. Durch eine bewusste, nachhaltige Lebensweise sowie Menschlichkeit im sozialen Miteinander und etwas gesunden Menschenverstand, könnten wir sehr viele Zahlen positiv beeinflussen!

Menschen, die sich ggf. profilieren wollen, vor allem aber Menschen, die glauben, sie müssten in dieser Situation besonders seriös und fachlich kompetent auftreten. Das erwartet auch der Großteil der Bevölkerung von ihnen. Sie wollen jetzt von jemandem geleitet werden, der zu wissen scheint, was er da tut. Doch wenn wir mal ganz ehrlich sind – das scheint niemand so recht zu wissen. Und das kann man bei einer nie dagewesenen Situation dieser Art auch kaum von jemandem erwarten. Was aus meiner Sicht sehr hilfreich sein könnte, wäre die Ehrlichkeit unserer Politiker dazu, dass sie eben auch gerade etwas überfragt sind und lieber Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, um die Gefahr einzudämmen, jedoch das Ausmaß der Situation selbst noch nicht so ganz erfasst haben und auch die Konsequenzen des Handelns gerade gar nicht vollumfänglich einschätzen können. Jede vermeintliche Lösung bringt neue Herausforderungen mit sich. Wir wissen nicht, ob die Kettenreaktion zu positiven oder langfristig kritischen Entwicklungen auf anderer Ebene führt. Niemand von uns hat die wahrhaftige Glaskugel daheim stehen, die er mal eben schnell befragen kann. Wir sind alle nur Menschen – auch unsere Politiker. Und auch die sehen nicht alle Sorgen und Nöte, die gerade in der Bevölkerung auftauchen. Wer rein wirtschaftlich abgesichert ist, hat sicher Schwierigkeiten, sich in die Situation eines Unternehmers oder Selbstständigen oder einer gering vergüteten Berufsgruppe zu versetzen, die ohnehin schon hier und da ums Überleben kämpfen müssen und jetzt vor der Frage stehen, ob sie ihre Miete oder gar ihre Nudeln überhaupt noch zahlen können. Ganz abgesehen von Babybrei und Windeln… 

ABER: Sie setzen gerade wichtige Prioritäten – Das Sichern des physischen Überlebens! Prio 1 ist die Verzögerung der Ausbreitung des Virus sowie die Entlastung der medizinischen Einrichtungen, damit keine unnötigen Todesfälle (auch aufgrund mangelnder OP-Möglichkeiten) oder schwere Krankheitsverläufe auftreten. Ich persönlich kann jede Existenzangst verstehen, dennoch ist sie doch nicht über das rein physische Überleben zu stellen, oder? Geht die Welt unter, wenn wir unsere Rechnungen diesen Monat nicht bezahlen können und eine Mahnung ins Haus flattert? Ist es unmöglich, Wege zu finden, sich für die nächsten 2 Wochen mit dem nötigsten an Lebensmitteln über Wasser zu halten, bis Regelungen getroffen wurden? Es ist schon so viel Unterstützung unterwegs! Sind unsere Sorgen gerade wirklich wichtiger, als das Leben von Menschen?

Was ich wirklich verstehen kann, ist die Sorge, dass es keine kurze Phase ist, die jetzt schnell wieder ausgeglichen wird und dann geht´s weiter, als wäre nie was gewesen. Die Wirtschaft wird noch eine Weile daran zu knabbern haben.
Auch hier ist das Setzen von Prioritäten erforderlich. Ist der Erhalt der Wirtschaft gerade wichtiger, als die Absicherung einzelner Existenzen? Jain. Beides ist elementar wichtig in dieser Situation. Mit Sicherheit könnte die Regierung mit der Entscheidung, vorerst ein bedingungsloses Grundeinkommen zu zahlen, um die ersten wesentlichen Ängste zu besänftigen, Zeit und Ruhe generieren, um alles weitere Schritt für Schritt zu regeln. Doch ist auch nachvollziehbar, dass sie sich im Anschluss schwertun werden, dieses System wieder einzustellen und sich gegen die Forderungen eines generellen bedingungslosen Grundeinkommens durchzusetzen. Ich denke, dass uns allen auch hier der WeitBlick für ganzheitliche wirtschaftliche Zusammenhänge und das Ausmaß dieser Entscheidung fehlt – auch unseren Politikern. Langfristig gedachte Maßnahmen, die darauf ausgerichtet sind, nach der Krise eine wieder funktionsfähige Wirtschaft zu gewährleisten, ist ebenso elementar für unser aller Lebensstandard nach Corona. Es ist eben alles etwas komplexer, als wir es betrachten mögen.

Ich persönlich halte es für absolut wichtig, die möglichen Ursachen und Ziele der ganzen Dramaturgie auf den Tisch zu legen und damit eine bessere Einschätzung der Situation zu ermöglichen. Jedoch finde ich es sehr wichtig, Menschen liebevoll und sanft zu wecken und dazu zu animieren, sich zusammenzufinden, statt sie noch mehr in die Flucht zu treiben.
Wenn wir jetzt nicht nur Angst vor dem Krankwerden und dem Tod haben, sondern die Existenz- und Zukunftsängste auch noch von der Angst vor kriegsähnlichen Zuständen begleitet werden, ist die Panik perfekt. Wir sollten jetzt vor allem darauf achten, dass wir alle im Stande bleiben, klar zu denken und ruhig zu bleiben. Uns stets bewusst machen, dass all das, was wir wirklich zum Leben brauchen, in Fülle vorhanden ist und jeder einzelne von uns in der Lage ist, zu entscheiden, welchen Weg er gehen möchte. Wir leben in einem sicheren Land, auf einem sicheren Planeten und die Natur hat stets ausreichend zu bieten, was unser Überleben sichert. Gut, im WorstCase ist es echt von Vorteil, wenn man mal bei den Pfadfindern war und weiß, was essbar und was giftig ist, aber hey… so weit wird es schon nicht kommen. Manch einer macht schon Scherze, dass die wahre Apokalypse erst noch kommen wird, wenn bei den Mädels das MakeUp ausgeht. Doch auch das werden wir wohl überleben und vielleicht führt es ja sogar dazu, dass wir uns wieder mehr auf innere Werte fokussieren, statt darauf, gut auszusehen… Wir haben größtenteils ein Dach über dem Kopf und fließend Wasser und viele, viele wertvolle Kompetenzen, die wir jederzeit einsetzen können, um alles wieder aufzubauen, was in die Brüche gegangen ist. Es steht ein Virus vor der Tür – kein Panzer. Seien wir also dankbar für alles, was wir haben und sicher, dass es nach jedem Tal auch irgendwann wieder bergauf geht.

Ich persönlich plädiere für die friedliche Auseinandersetzung mit verschiedenen Gesichtspunkten und gegenseitiges Verständnis. Durch den verständnisvollen Umgang miteinander und das Eingehen auf offene Fragen erreichen wir glaube ich am meisten. Vor allem aber mit Ehrlichkeit und Transparenz.

Bis die Hysterie sich abzeichnete und plötzlich Konsequenzen nach sich zog, die auch mich, zwischenmenschliche Dynamiken und die Wirtschaft betrafen. Es gibt gefühlt kein anderes Thema mehr und wir sind von ängstlichen, konstant angespannten Menschen umgeben. Das führte bereits zu einigen Auseinandersetzungen im zwischenmenschlichen Bereich, die nicht hätten sein müssen. Dann aber natürlich auch die Auswirkungen auf die Wirtschaft, die ja jetzt besonders signifikant werden. Es macht mich ziemlich sauer, dass wir solche Maßnahmen ergreifen mussten. Dass die Angst so sehr die Kontrolle übernimmt.
Denn aus meiner Sicht ist das Ausmaß der Schutzvorkehrungen mit für die steigende Panik verantwortlich, jedoch unter anderem eben auch darauf zurückzuführen, dass wir in den letzten Jahren wirtschaftliche Interessen über menschliche Werte gestellt und damit unseren Egoismus/Besitzstreben über den gesunden Menschenverstand erhoben haben.

könnten sich unter anderem viele Viren gar nicht so schnell ausbreiten. Menschen, die zur Arbeit gehen, obwohl sie krank sind, die ihre kranken Kinder in die Schule oder Kita stecken, weil sie irgendwie den Lebensunterhalt bestreiten müssen, Gesetze und Richtlinien, die es uns kaum ermöglichen, in solchen Fällen verantwortungsvoll zu handeln, … Mangelndes Bewusstsein und erschwerte Bedingungen für einen gesunden Lebensstil sowie das stetige Streben nach Reichtum auf Kosten anderer hat uns alle in den letzten Jahrzehnten sehr geschwächt und den Nährboden für diese Krise geschaffen. By the way – unser „Lebensstil“ hat auch maßgeblich dazu beigetragen, dass wir so eine große Zahl besonders gefährdeter Menschen in unserem Land verzeichnen müssen.

Wenn wir erkennen, dass das Ego – das „ich“ – das ist, was uns alle verbindet und uns allen gleich ist, und dass das System Welt nur dann gesund ist, wenn alle Bereiche gesund sind, können wir nachhaltige Lösungen finden. Lösungen, die uns in eine lebenswertere Weltordnung führen. Gerade jetzt können wir sehr gut erkennen, dass wir als Mensch gegen die Natur ziemlich machtlos sind.

„All der Besitz ist zwar schön und gut – es ist ganz nett, den ein oder anderen Luxus genießen zu können – doch macht es mich auf Dauer nicht glücklich. Es befriedigt einfach nicht mein eigentliches Bedürfnis. Mein Bedürfnis danach, ein wertvoller Mensch zu sein und nicht nur ein von materiellen Werten umgebener Mensch…“

Das zeigt sich in dieser Situation noch deutlicher als je zuvor.
Was in vielen Bereichen passiert ist, dass viele Menschen versuchen, trotzdem irgendwie Geld zu verdienen. Angebote werden soweit wie möglich auf die OnlinePlattformen verlagert und jeder versucht, trotz allem sein Unternehmen am Laufen zu halten. Das trägt natürlich ein Stück weit zu positiven Veränderungen bei, andererseits hält es uns auch davon ab, gewisse Entwicklungen zu beobachten und uns mit der Situation ernsthaft auseinanderzusetzen. Es hält uns davon ab, zu beobachten, was im Schatten der Krise so passiert und es hält uns davon ab, nachhaltige Lösungen zu finden, die nicht nur unsere Zukunft, sondern auch die nachfolgender Generationen sichert.

Die Angst vor Krankheit und vor dem Tod habe ich bereits angedeutet und möchte sie an dieser Stelle auch nicht weiter vertiefen, da sie denke ich allen in gewisser Weise selbsterklärend ist. Für viele ist es ein TabuThema, was sich auf vielerlei Hintergründe herunterbrechen lässt. Dem könnte ich ein ganzes Buch widmen, was hier einfach den Rahmen sprengen würde. Manch einer setzte sich jedoch aufgrund verschiedenster Beweggründe bereits mit der Thematik auseinander und kann somit diese Angst nicht nachvollziehen. Auch hier bitte ich um gegenseitiges Verständnis für unterschiedliche Lebenswege.

Das beginnt bei Befürchtungen, den bisher luxuriösen Lebensstil einschränken zu müssen, geht über die Angst um den Job, bis hin zu Existenzängsten und der Sorge darum, das eigene Kind nicht mehr mit notwendigen Lebensmitteln versorgen zu können. Die Spanne ist sehr breit gefächert, wie wir hier schon sehen, die Dramatik der Sorgen sehr unterschiedlich. Dennoch ist jede Sorge ernst zu nehmen und menschlich und verständnisvoll darauf zu reagieren. Oftmals hilft es schon, sich oder seinem Gegenüber bewusst zu machen, wie schwerwiegend und wesentlich die eigenen Sorgen gerade tatsächlich sind. Nichtsdestotrotz ist an jeder Stelle eine lösungsorientierte Denkweise empfehlenswert und aus meiner Sicht die einzig zielführende Art, mit der Situation umzugehen. Hier heißt es –
1. Bestandsaufnahme (wo stehe ich und was passiert gerade um mich herum),
2. Zieldefinition und Fokus (was möchte ich erreichen und was brauche ich dafür?) und
3. Wege finden, ans Ziel zu kommen.
Sich informieren und mit vielen Menschen darüber reden. Reden, nicht nur über die Sorgen und News, sondern über Fragen und Lösungsansätze. Irgendwie findet sich immer ein Weg, wenn wir ihn nur suchen.

Wenn wir ausgerechnet jetzt die Solidarität, das soziale Denken und die Menschlichkeit vergessen, kann es tatsächlich in kriegsähnlichen Zuständen enden. Gemeinsamer Fortschritt hingegen beruhigt die Situation schneller, als sie aus dem Ruder gelaufen ist. Daher bitte ich euch, Verständnis nicht nur einzufordern, sondern ebenso aufzubringen und gemeinsam hoffnungsvoll die Zukunft zu gestalten.

Die Umwelt erholt sich,
über China ist wieder der blaue Himmel zu sehen,
Menschen helfen einander,
Politiker und Entscheidungen kommen in Bewegung,
Delfine sind wieder in Küstenregionen zu sehen,
an vielen Stellen werden HomeOffice Varianten getestet,
Menschen singen miteinander und schauen gemeinsam hoffnungsvoll in die Zukunft,
Eltern haben etwas mehr Zeit mit ihren Kindern,
Kinder haben mehr von ihren Eltern,
Menschen erkennen, was wirklich wichtig ist und besinnen sich auf eine nachhaltigere Lebensweise,
unsere Gesellschaft wird etwas entschleunigt,
wir betrachten viele Aspekte aus neuen Blinkwinkeln und Perspektiven,
….

Es passiert gerade so viel Gutes! Und wir haben gerade die Chance, positive Veränderungen einzuläuten. Wir können aus der Situation lernen und wachsen.
Vielleicht wird ja sogar alles mal quasi „auf Null“ gesetzt und neu gestaltet. Wir können jetzt ein solides Fundament für die Zukunft aufbauen, sofern wir clever genug sind, diese Gelegenheit jetzt zu nutzen.

Auch wenn da Arbeitsplätze dranhängen und das Geschäft dadurch zu scheitern droht, so finden sich am Ende doch meistens Lösungen, das Ruder noch einmal herumzureißen. Wer jetzt bereit ist, das größte Risiko auf sich zu nehmen, um die Gesundheit seiner Mitarbeiter zu sichern, setzt ein wichtiges Zeichen! Wer hingegen bereit ist, seine Mitarbeiter für den Profit zu opfern, wird vermutlich auf lange Sicht die Konsequenzen tragen. Mir persönlich war es immer enorm wichtig, am Ende des Tages in den Spiegel schauen zu können. Gerade dieser Aspekt hat mich in vielen Situationen menschlich handeln lassen. Vielleicht mag der ein oder andere sich vor jeder Entscheidung diese Frage stellen. Macht euch bewusst, dass ihr nicht zwangsläufig für andere entscheiden müsst. An einigen Stellen ist das mit Sicherheit erforderlich. Aber an vielen Stellen ist es ebenso möglich, euren Mitarbeitern die Entscheidung zu überlassen, ob sie zur Arbeit kommen wollen, oder nicht. Bitte denkt immer dran, dass manch einer eben selbst zur Risikogruppe gehört oder einen immunschwachen oder gar pflegebedürftigen Angehörigen hat.

Kommt dieses Virus gerade sehr gelegen, um Klein- und Mittelständische Unternehmen (KMU) in den Ruin zu treiben und Großkonzernen eine noch größere Lobby zu verschaffen? Sollen wir einfach das neue Zahlungsmittel annehmen? Soll vielleicht auch der FachkräfteMangel reguliert werden, indem kleine Betriebe schließen und die Menschen sich neue Jobs suchen müssen? Ist die Förderung steuergeldeinbringender Betriebe eine Absicht, die sich dahinter verbirgt? Berechtigte Fragen, bei denen wir aber nie vergessen sollten, dass wir uns in einer Situation befinden, die nicht von unserer Regierung erfunden wurde, sondern auf der ganzen Welt für Unruhe sorgt und jetzt bei uns angekommen ist. Unsere Politiker reagieren gerade, daher fällt es mir schwer, diese Intentionen als Hauptursache für die Panikmache heranzuziehen. Wenn, dann wäre es wohl eher ein Nebeneffekt, der sich hier abzeichnet.

Die Phasen, die wir in jeglichen Veränderungprozessen durchleben:

  1. Schock „Das kann nicht wahr sein“
  2. Ablehnung „Das stimmt nicht“
  3. Rationale Einsicht „Vielleicht doch…“
  4. Emotionale Akzeptanz „Es stimmt eigentlich“
  5. Lernen „Mal versuchen…“
  6. Erkenntnis „Es geht ja eigentlich“
  7. Integration „Es ist selbstverständlich“

Problematisch hier: Die Menschen brauchen unterschiedlich lange für die Phasen
UND: Wer in Phase 2 stehen bleibt, auf seinen Standpunkt beharrt und nur dafür Beweise sucht, statt sich weiter im Austausch zu informieren oder informieren zu lassen, verzögert den gesamten Prozess der Integration. Das erleben wir ja gerade zu Hauf bei scheinbar „nicht betroffenen“ Menschen, die noch nicht erkannt haben, dass sie für sich selbst unbemerkt, aber dennoch ein Teil der Kettenreaktion sind.

Klar, die großen Verlierer in diesen Zeiten, sind jetzt die Firmen und Berufsgruppen, die ohnehin schon lange am Kämpfen sind. Die, die vielleicht auch in der Vergangenheit schon wenig bis keine Steuern zahlen, stattdessen aber hin und wieder von den Steuergeldern leben mussten. DAS macht ja kaum jemand freiwillig, würde ich jetzt mal behaupten. Es könnte dem Staat aber natürlich ein Dorn im Auge sein. Denn es steckt viel Verwaltungsaufwand dahinter, der finanziert werden will, aber wenig einbringt. Natürlich ist allein der Gedanke, seine Selbstständigkeit oder Firma jetzt an den Nagel hängen zu müssen, für die Meisten von uns unheimlich schmerzhaft und kaum vorstellbar. Andererseits ist es für den ein oder anderen, der schon lange mit sich und dieser Überlegung kämpft, vielleicht auch eine Erlösung. Das aber nur am Rande. Ich bin mir sicher, dass jeder die Chance bekommt, weiterzumachen und sich wieder zu berappeln.

Warum ich persönlich absolut gegen jegliche Steuerhinterziehungsversuche bin, liegt nicht nur daran, dass ich gut und ehrlich erzogen bin, sondern viel mehr an der Überlegung, dass diese Steuergelder ja im Grunde dafür gedacht sind, gemeinnützige Zwecke zu finanzieren und dazu beizutragen, dass nicht nur der Rahmen, in dem wir uns sicher bewegen können, sondern auch das soziale Netz der Krisenabsicherung gespannt werden kann. Natürlich – machen wir uns nichts vor – werden an vielen Stellen leider jede Menge Steuergelder nicht zweckgemäß eingesetzt. Dennoch muss ich abgesehen davon sagen, dass die Tatsache, dass viele sich nicht einfach an die Regeln halten, sondern stets die Lücken suchen, die ihren eigenen Interessen gerecht werden, dazu führt, dass wir unheimlich viele Kontrollinstitutionen und einen übertriebenen bürokratischen Aufwand finanzieren müssen, der nicht nur Zeit, sondern Unmengen an Geld verschluckt, welches anderweitig einfach wesentlich sinnvoller genutzt werden könnte, sofern sich denn alle als Teil des Systems sozial einbringen. Von diesen Geldern, die schon seit Jahren für Steuerfahndungen und Co verprasst werden, um nur ein Beispiel zu nennen, sollten ja eigentlich wichtige Dinge wie Schulen, Kitas, Pflegeheime, Krankenhäuser, unsere Infrastruktur und solche „Nebensächlichkeiten“ des Lebens unterstützt werden. Also liebe Leute – gebt euch einen Ruck und tut etwas Gutes dafür, dass Bildung und medizinische Versorgung weiterhin frei zugänglich bleiben. Um die Steuergeldverschwendung müssen wir uns natürlich dennoch kümmern, keine Frage! Das ist ein weiterer wichtiger Punkt!
Wenn sich alle an die Regeln halten, würde es nicht nur dazu beitragen, dass Steuerlasten reduziert werden könnten, sondern auch dazu, dass wir uns allen das Leben etwas leichter machen. Bürokratische Hürden, zusätzlicher Aufwand durch wirre Gesetzeskonstrukte, Preisdumping… all das könnten wir reduzieren. Aus dieser Sichtweise heraus bin ich persönlich dem Gedanken, 

ein Stück weit positiv gegenüber eingestellt, da es schlicht und einfach die Möglichkeit der Steuerhinterziehung nimmt. Was natürlich lange nicht bedeutet, dass ich die Idee grundsätzlich gut finde. Wie alles im Leben, hat auch diese Medaille zwei Seiten. Die Nachteile sind nicht zu verleugnen, insbesondere das Problem der leichteren Verschuldung, da wir mit virtuellen Zahlungsmitteln weniger bewusst umgehen bisher, sowie die absolute Kontrolle über jede Ausgabe, die wir tätigen. Nicht nur Unternehmen, sondern jede einzelne Privatperson wird somit gläsern. Gut, auch das bringt nicht nur Nachteile, sondern auch Vorteile mit sich. Im großen Stil können beispielsweise Verbrechen eingedämmt/erschwert werden, im kleinen Stil verhilft es vielleicht dem ein oder anderen dazu, sich bewusster zu entscheiden, welche Käufe er tätigt. Menschen handeln oft anders, positiver, ehrlicher, wenn sie sich beobachtet fühlen. Das kann eine sehr positive Entwicklung nach sich ziehen. Kann aber auch in bestimmten Fällen zur Unterdrückung von Bedürfnissen führen. Wie wir sehen –

Doch wie das Leben so spielt – rein in der Theorie lassen sich Probleme nicht vollumfänglich lösen, Konsequenzen nicht bis ins Detail voraussagen. Manche Dinge müssen wir ausprobieren, um zu sehen, wie sie in der Praxis wirken.

Kann schon sein. Das weiß keiner so genau. So ein Virus wäre eine stärkere Waffe, als jede Armee. Eine unsichtbare, nicht greifbare Bedrohung, die alles lahmlegen, aber schwer bekämpft werden kann. Wenn Menschen erst einmal in Angst und Panik leben, sich Sorgen um ihre Existenz machen und wunderbar Abstand voneinander halten, um sich ja nicht anzustecken, wenn der zwischenmenschliche Umgang leidet und der Zusammenhalt ebenso. Wenn alle abgelenkt sind von der Hysterie und die Straßen leergefegt, dann lassen sich natürlich wesentlich leichter still und heimlich Maßnahmen ergreifen, wie beispielsweise die Positionierung eigener Truppen in fremden Ländern etc.pp. All das sind auch Diskussionen und Theorien, die ich nachvollziehen kann. Jetzt kommt es ganz darauf an, wie ängstlich wir sind und wie sehr wir uns auf diese Verschwörungstheorien versteifen. Selbst dann stellt sich die Frage – was fangen wir damit jetzt an? Theorien sind schnell aufgestellt, Ängste und Befürchtungen leicht geschürt. Aber was unternehmen wir denn nun, um der Bewahrheitung dieser Aspekte entgegenzuwirken? Selbst hier kann ich also nur sagen – lasst und lösungsorientiert denken und handeln. Gemeinsam! Ganzheitlich!

Jeder scheint sich selbst der nächste und schaut in erster Linie, dass seine Grundbedürfnisse befriedigt werden. Wie schon die Maslow´sche BedürfnisPyramide zeigt, sind eben

in Bevölkerungsschichten, die sich Sorgen um ihr Dach über den Kopf und ihre Zahlungsfähigkeit (auch im Supermarkt) machen müssen. Wohingegen diejenigen, die sich für die nächsten Wochen oder gar Monate ausreichend abgesichert sehen, vielleicht weniger Sorgen machen und dieses ganze Drama nicht verstehen können.
Geht das Verständnis füreinander verloren, machen wir uns lustig übereinander und schwächen den Zusammenhalt.
Ängste sollten wir immer ernst nehmen, wie banal sie auch von außen betrachtet erscheinen mögen. Für den Betroffenen sind sie real und beeinflussen wesentlich sein Handeln.
Wenn sich alles nur um das eine Thema dreht, stellt sich zu Recht die Frage, wovon die Medien gerade ablenken wollen. Wir sollten bei all der Brisanz des Themas immer den Blick für alles rund herum behalten. Medien stürzen sich auf Nischen. Auf aufbauschbare Aspekte. Auf das, was Menschen sehen und lesen wollen. Nicht aber auf ganzheitliche und abgerundete oder ausgeglichene Sichtweisen und Darstellungen. Also auch hier – lasst uns aufmerksam und positiv bleiben.

Ich kann euch beruhigen – das ist oftmals gar nicht zwangsläufig notwendig. Viele Dinge regeln sich von ganz allein und oftmals ist eine Meinung als das formuliert, was sie eigentlich ist – nämlich eine Frage – wesentlich zielführender für die Gesprächsführung und dadurch für die ganze Gesellschaft.
Denn „was nützt ein Standpunkt, wenn man nicht darauf beharrt“, sagte mein Onkel letztes Wochenende so schön treffend. Das führt zu Diskussionen und Debatten, die völlig überflüssig sind. Doch natürlicherweise haben wir aufgrund unserer Erziehung oft das Bedürfnis, Recht zu behalten oder wenigstens unsere Logik mit stichhaltigen Argumenten zu untermauern, um nicht als dumm dahingestellt zu werden. Passiert das dann aber doch, werden wir sauer oder sind peinlich berührt. Beides nicht sonderlich schön. Wenn dann auch noch unser Diskussions“Gegner“ zusätzlich in die eh schon schmerzhafte Kerbe haut, fühlen wir uns angegriffen. So sind schon Kriege entstanden. Im Kleinen wie im Großen.

Also an dieser Stelle auch an alle da draußen, die gerade wehement versuchen, sich eine Meinung zu bilden oder selbige zu vertreten und glauben, alle anderen wären total dämlich, an alle, die gerade damit beschäftigt sind, aus Wut und Angst andere Menschen zu beleidigen oder zurechtzuweisen – bitte nehmt euch einen Moment, um euch bewusst zu machen, dass Angriffe oftmals dafür sorgen, dass wir das Gefühl haben, uns verteidigen zu müssen und ggf. aus Prinzip dumme Dinge tun.

Eine Möglichkeit wäre beispielsweise zu sagen „Ich habe Angst um meine kranke Tochter/meinen kranken Mann/…, um meinen Job /mein Unternehmen/ meine Familie/… und ich möchte, dass dieser Spuk möglichst schnell ein Ende hat. Kannst du mir und all den anderen Betroffenen da draußen bitte, bitte den Gefallen tun und ein paar Tage auf deine Events verzichten, damit wir ganz bald alle wieder aufatmen können? Dafür wäre ich dir sehr dankbar!“

An dieser Stelle sei auch erwähnt, dass es für die Zukunft von enormer Bedeutung ist, dass wir unseren Kindern wieder beibringen, dass sie nicht allein auf der Welt sind und gegenseitige Rücksichtnahme ein elementarer Wert einer funktionierenden Gesellschaft ist.
Auch wenn wir selbst nicht betroffen sind, so ist es doch irgendwie nicht fair, anderen Menschen das Leben schwer zu machen, indem wir wichtige Prozesse verzögern.

Good Question! Natürlich gibt es jetzt sehr viele Themen, die dringend geregelt werden müssen und worüber sich die Regierung Gedanken machen sollte. Da erscheint eine Petition mit entsprechenden Forderungen und Nachdruck durch sehr viel Zuspruch vieler Unterschreibender als adäquates Mittel, etwas in Bewegung zu bringen. Viele von uns sitzen jetzt zu Hause und sind ebenso überfordert mit der Situation, wie alle anderen auch. Wir wollen etwas tun, etwas dazu beitragen, dass wir schnellstmöglich durch die Krise kommen und ganz bald wieder Normalität herrscht. Wir wollen dazu beitragen, dass Lösungen gefunden und umgesetzt werden. Untätig zu Hause rumzusitzen und abzuwarten fällt vielen schwer. Aber…
Ich persönlich glaube, dass die vielen Forderungen und Petitionen, die gerade auflaufen, nicht sonderlich zielführend sind in dieser Zeit, sondern noch mehr Druck auf den Kessel bringen.
Machen wir uns doch mal kurz bewusst, dass Politiker auch nur Menschen sind. Menschen, die gerade ohnehin schon sehr unter Druck stehen. Ich glaube, dass all diese Themen bereits mehrfach auf der Agenda stehen. Wir sollten eher versuchen, etwas Ruhe in die Sache zu bringen, statt noch mehr Aufruhr und Ärger und Kritik an den Menschen, die gerade sehr komplexe, schwierige und schwerwiegende Entscheidungen zu treffen haben.

Denn genau das müssen unsere Vorturner gerade tun. Sie müssen einschätzen, wie ernst die Lage ist, die Ängste jedes einzelnen ernst nehmen und beruhigen, für Entscheidungen und deren Auswirkungen geradestehen, die Verantwortung tragen für die Konsequenzen der Maßnahmen, deren Tragweite immer größer wird. Und das alles, obwohl sie keine Experten für diese Fragen sind. Also lasst uns bitte auch hier menschlich bleiben und Fördern statt Fordern.
Natürlich können wir sagen, dass das ihr Job sei und wir das Bedürfnis nach einer starken, krisenfähigen Führung haben, doch das ist glaube ich der Knackpunkt an der Stelle – Politiker versuchen, besonders seriös und sicher zu wirken und verargumentieren ihre Entscheidungen.
Dabei stehen wir alle gemeinsam zum ersten Mal vor dieser Herausforderung und haben keinen Masterplan für solche Fälle zur Hand. Es ist eine neue Aufgabe, der sich keiner von uns bisher stellen musste. Da kann es nicht schaden, offen damit umzugehen, dass man hier und da auch mal überfragt ist.

Wir hängen ein wenig in der Luft. Jeder einzelne von uns. Wir merken, dass wir keinen konkreten Plan für solch einen Fall haben und vor allem spüren wir, wie sehr wir doch von unserem Umfeld abhängig sind. Der ein oder andere ist bisher noch recht entspannt, da er genügend Reserven hat und in gewisser Weise abgesichert ist, andere stehen auf einem weniger stabilen Fundament und geraten gerade in ernsthafte Schwierigkeiten. Das Verständnis füreinander und gegenseitige Unterstützung kann uns jetzt weiterbringen.
Unternehmer haben nicht nur Angst um ihre Gesundheit und ihren eigenen Lebensstandard, ihre Familie und so weiter, sondern auch um ihr Unternehmen als Ganzes. Um die Arbeitsplätze, die Menschen, für die sie Verantwortung tragen, … Angst um ihr Lebenswerk.
Mitarbeiter haben nicht nur Angst um ihre Gesundheit, ihr Gehalt, ihren Job, ihre Fähigkeit, die Rechnungen zu bezahlen, ihren Urlaub und all das, sondern auch um ihre Angehörigen. Kann man von Mitarbeiter*innen, die beispielsweise kranke Angehörige pflegen, erwarten, dass sie zur Arbeit gehen, sich ggf. das Virus einsammeln und Gefahr laufen, selbiges auf die pflegebedürftige Person zu übertragen? Kann man von Eltern jetzt erwarten, dass sie irgendwie, irgendwo ihre Kinder „parken“ und in dieser Situation allein lassen? Das sind nur zwei kleine Beispiele von vielen Faktoren, die wir aufzählen könnten.
Politiker haben vermutlich großen Respekt vor der Verantwortung, die sie nun übernehmen müssen und nebenbei ebenso Angst um ihren Job, denn jetzt stehen sie am Pranger. Die ganze Welt schaut genau hin. Sie stehen unfassbar in der Kritik. Nicht, dass sie das nicht gewohnt sind, aber hier geht es nicht nur um „gewöhnliche“ Entscheidungen alltäglicher Politik, sondern um Entscheidungen mit weitreichenden Folgen. Es stehen die gesundheitliche Absicherung, die Stabilisierung der Wirtschaft und Welthandelspolitik gleichermaßen auf der Agenda. Ad hoc. Nicht lange planbar, diskutierbar und mit viel Zeit, alle Facetten in Ruhe abzuwägen. Nein. Es müssen schnelle Entscheidungen her. Entscheidungen, die getroffen werden müssen, ohne dass man sich ein vollumfängliches Bild machen konnte. Entscheidungen zu einer Situation, die nicht greifbar ist.

Da würde es aus meiner Sicht dem ein oder anderen sehr gut stehen, zuzugeben, dass man nicht so ganz genau weiß, was man da gerade tut, dass es aber enorm wichtig ist, zu handeln und sich bewusst zu machen, dass es gerade keine perfekte Lösung gibt, die allen Interessen gerecht wird.
Jede Entscheidung hat ihr Für und Wider. Chancen und Risiken.

Ich plane gerade die Gründung einer Stiftung – daher freue auch ich mich sehr, wenn wir die Krise erfolgreich hinter uns bringen und wir endlich mit den Projekten starten können.

Wir wollen dazu beitragen, dass aktuelle Themen positiv gestaltet werden. Ich dachte mir, ich fange mal gleich damit an…

Im vorherigen Beitrag geht es um die Chancen, die wir jetzt nutzen können.